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Ein Abend „Im Reich der Pubertiere“ – Lesung von Jan Weiler

3 Kommentare

Während ich gedanklich noch dem Arbeitstag hinterher hänge, muss ich auch schon schauen, dass ich meinen Platz in den Wühlmäusen finde. Und schon steht er auf der Bühne: Jan Weiler. Zugegeben, gekommen bin ich ohne große Erwartungen. Schließlich liegt „Kühn hat zu tun“ noch auf meinem SuB und im Gegensatz zu vielen anderen ist mir „Maria ihm schmeckt’s nicht“ nur vom Titel her bekannt. Doch heute geht’s um seine Feldstudien zum Pubertier, denn nur wenige Tage später wird „Im Reich der Pubertiere“ offiziell erscheinen. Nach seiner Tochter ist nun auch sein Sohn endlich in der Pubertät und damit ein neues Forschungsfeld für Herrn Weiler geöffnet.

Spätestens nach den ersten Minuten ist klar, Jan Weiler ist ein Vollprofi. Schließlich schreibt er nicht nur regelmäßig seine Kolumne „Mein Leben als Mensch“, sondern liest diese auch seit längerer Zeit für’s Radio ein. Von Aufregung oder sich erst einmal „freisprechen“ zu müssen auf der Bühne – keine Spur! Die Übergänge zwischen erzählten Anekdoten und dem tatsächlichen Lesen sind so fließend, dass man kaum mitbekommt, wie das eine in das andere übergeht. Der den Erzählungen eigene Witz, mit dem er bereits in „Das Pubertier“ überzeugt hat, tut sein Übriges, den Abend sehr kurzweilig zu gestalten. Die Pause nutzen dann viele Besucher, eine der von ihm schon während des Abends feilgebotenen Signaturen zu ergattern. Geduldig und stets mit einem sympathisch-breiten Lächeln signiert er und schlägt auch Wünsche nach Fotos oder gemeinsamen Selfies nicht ab.

Am Ende des Abends weiß man, dass es sich mehr als gelohnt hat, das Sofa heute mal sich selbst zu überlassen und Jan Weiler ins Reich der Pubertiere zu folgen – Lachmuskelkater inklusive.

Und wer jetzt Appetit bekommen hat, dem sei „Im Reich der Pubertiere“ empfohlen.

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3 Kommentare zu “Ein Abend „Im Reich der Pubertiere“ – Lesung von Jan Weiler

  1. Weiler habe ich vor vier oder fünf Jahren auch mal live erlebt und es ist tatsächlich sehr empfehlenswert und ein großer Spaß.
    Leider war die Veranstaltung in meinem Fall furchtbar schlecht besucht. So schlecht, dass ich knappe zehn Minuten vor Beginn immer noch alleine war und nervös meine Verabredung angerufen habe um zu fragen, ob ich vorm falschen Theater stehe… Aber auch den Mangel an Publikum hat Weiler sehr professionell behandelt, das habe ich auch schon anders erlebt.

    • Ganz anders dagegen bei uns, ich würde sogar schätzen es war nahezu ausverkauft, in jedem Fall aber wirkklich gut gefüllt. So wie Du Jan Weilers professionellen Umgang mit dem Publikumsmangel bei Euch beschreibst, macht es ihn nur noch sympathischer, oder?

      • Absolut!
        Ich fürchte, dass es am Einritt gescheitert ist, der auch in meinem Fall um die 20 € lag. In nicht so großen Städten liegt da die preisliche Schmerzgrenze meiner Erfahrung nach recht niedrig, es sei denn, es geht um die ganz, ganz großen Namen. Was wirklich schade ist!

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